Das Tierschutzgesetz und seine Tücken

Nach Lust
und Laune

Das Tierschutzgesetz ist ja eine gute Sache und soll vor allem unseren Tieren helfen, doch leider lässt es auch ganz viel Spielraum für persönliche Interpretationen. Es ist zwar gesetzlich genau beschrieben, kann aber von einem sehr arbeitswütigen Beamten ziemlich unfair ausgelegt werden und dir zum Verhängnis werden. Hier zeigen wir dir die Fallstricke des Gesetzes.

Die Fallstricke im neuen Tierschutzgesetz

Grosser Spielraum für übermütige und unwissende Beamte

Solange der Veterinärdienst dir gut gesinnt ist, hast du eigentlich keine Probleme damit, machst du aber was, was diese nicht nachvollziehen können oder nach Handbuch nicht funktionieren darf, wirst du genauer unter die Lupe genommen. Ist ja nichts Schlimmes, aber wenn der Veterinärdienst sucht, beginnt der die Fallstricke des Tierschutzgesetzes auszuleben und du bis dem wehrlos ausgeliefert.

Hier zeigen wir dir die Fallstricke und wie sie ausgelegt werden können und was du tun kannst, damit dir sicher nichts angelastet werden kann. Denn das Schlimme daran ist, dass es nicht mehr um das Tierwohl geht, sondern nur noch um die Erfolgsquote.

Du wirtst nicht glauben, was alles anders ausgelegt werden kann :-)


Transportboxen sind nur für den Transport

Hundetransportboxen sind nur für den Transport des Hundes gedacht. Sobald die Box zu Hause aufgestellt wird und als Schlafplatz dienen soll, müssen die Türen abmontiert werden.

Marco Geisseler, Veterinärdienst Bern


Etwas, das wohl die wenigsten von uns wissen. Steht eine Hundebox rum mit Türen, droht dir eine Strafanzeige.

Komischerweise gilt das nur bei Privatpersonen, bei Hundesportler oder vielen Hundeschulen ist es gang und gäbe, dass die Hunde stundenlang in der Box sind. Sogar Polizeihunde verbringen viele Zeit in der Hundebox, aber da gilt das Gesetz natürlich nicht.

Wassernapf leer wenn du nach Hause kommst

Bei der Rückkehr war der Wassernapf leer. Wasser muss zur Verfügung stehen.

Marco Geisseler, Veterinärdienst Bern


Wassernäpfe mussen überall rumstehen, was ja klar ist und sollten auch Wasser drin haben. Wenn du aber kurz weg gehst, musst du darauf achten, dass wenn du nach Hause kommst noch Wasser drin ist, sonst droht dir eine Strafanzeige.

Frag mich nicht, wie du das hinkriegst, meine trinken den Napf leer oder spielen mit dem Wasser.

Auslauf für hochträchtige Hündin

Hunde brauchen mindestens 6 Stunden Auslauf pro Tag. Dies gilt auch für hochträchtige Hündinnen.

Marco Geisseler, Veterinärdienst Bern


Das Hunde ihren Auslauf brauchen ist ja klar, aber dass eine hochträchtige Hündin welche in den nächsten 24 Stunden ihre Jungen bekommt noch gross spazierengeht, ist unnatürlich und vor allem aus meiner Sicht Tierquälerei. Dies gilt auch nach dem Wurf der Welpen. Du müsstest die Hündin ja mit Gewalt von den Kleinen weg nehmen. Das die Mama nach draussen muss ist ja klar, aber spazierengehen kann man in dieser Situation vergessen und vor allem das wäre wirklich Tierquälerei.

Verschmutzungen durch Welpen

Der Aufenthalsort der Hunde muss sauber sein, auch wenn man weg ist.

Marco Geisseler, Veterinärdienst Bern


Das ist ein grosses Problem, welches nicht so einfach zu lösen ist, denn jeder der schon einmal einen Welpen hatte, weiss, dass dieser einfach zu Beginn nicht stubenrein ist. Eigentlich müsstest du zu Hause bleiben und verhungern, wenn du alleine bist oder sonst jemanden organisieren, der dir das Essen einkauft oder auf die Kleinen aufpasst.

Welpengitter dürfen nicht verschlossen werden

Welpenschutzgitter sind nur zulässig wenn sie nicht geschlossen werden.

Marco Geisseler, Veterinärdienst Bern


Egal wie gross der Welpenauslauf auch ist und wie der klein der Hund, man darf die Türe nicht verschliessen. Es ist das gleiche Prinzip wie bei der Hundetransportbox.

Warum man diese aber so kaufen kann ist mir nach wie vor ein Rätsel, denn draussen darf man es auch nicht anwenden und für die Aussenhaltung von Kaninchen und Meerschweinchen geht es auch nicht, weil das ganze ja nicht 1 Meter tief in den Boden eingearbeitet wird.

Also frag mich bitte nicht wozu man dies kaufen kann, denn brauchen darfst du es nicht.

Dunkelhaltung

Hunde werden in dunklen Räumen gehalten.

Marco Geisseler, Veterinärdienst Bern


Gerade wenn es draussen so heiss ist, machen ja viele die Läden zu damit es drinnen kühl und angenehm bleibt. Achtung, dies kann als Dunkelhaltung ausgelegt werden. Dass die Hunde dann in einem heissen Raum sein müssen, spielt ja dann keine Rolle, Hauptsache die Läden sind oben.

Hunde und Katzen gehören nicht zusammen

Katzen und Hunde gehören nicht zusammen.

Stefan Howald, Tierschutzbeauftragter Langenthal


Das ist wohl das Schlimmste was ich mir je anhören musste. Die Frage warum ich Katzen und Hunde zusammen halte?
Bis jetzt wurde weder ein Hund von einer Katze gefressen, noch eine Katze von einem Hund und hey das machen ganz viele so. Aber das zeigt wie übermütig Behörden sein können.

Nervöse und unterbeschäftigte Hunde

Diese Hunde sind sehr nervös und unterbeschäftigt.

Marco Geisseler, Veterinärdienst Bern


Also wenn du einen Hund hast, der die Beamten anspringt, ist er aggressiv. Wenn er die Beamten ignoriert ist er schlecht sozialisiert und wenn du Hunde hast, die einfach nur freundlich sind, sind sie nervös. Du kannst machen was du willst es ist nicht recht.

Hunde verstehen nur Befehle

Hunde verstehen nur Befehle. Alles andere verstehen sie nicht.

Stefan Howald, Tierschutzbeautragter Langenthal


Sobald du normal mit deinem Hund sprichst, hast du einen Knall in deinem Kopf, denn Hunde verstehen angeblich nur Befehle und können sonst nichts.

Und das aus dem Mund eines Tierschutzbeauftragten der Kantonspolizei Bern in Langenthal, wo seit 30 Jahren an dieser Position ist.

Wahrscheinlich wäre die Zeit reif für die Pensionierung. Hunde sind heute mehr als nur etwas was wir prügeln und rumwerfen können. Es sind Familienmitglieder.

 

Durch solche sinnlose Aktionen werden Hunde grundlos ihren Besitzern weggenommen und vor allem sinnlose Kosten generiert, welche schlussendlich der Steuerzahler wieder bezahlen muss.

Wir haben Herr Marco Geisseler vom Veterinärdienst Bern schon x-mal kontaktiert und gebeten persönlich bei uns vorbeizukommen und bis heute keine Reaktion erhalten. Weder von ihm persönlich noch von seinem Vorgesetzten Herr Reto Wyss.

Dieses Verhalten zeigt schon, dass hier mit ganz unfairen Mitteln gearbeitet wird und dass man ein schlechtes Gewissen hat. Denn wäre die Sachlage klar, hätte man ja nichts zu verlieren. Aber eben im Beschlagnahmen ist man saumässig schnell und übermütig.

Fehler passieren, man sollte aber auch die Grösse haben, sich diesen zu stellen.


  • Art. 70 Sozialkontakt

    Gibt es irgendwo eine Regel darüber wieviel Sozialkontakt ein Kind haben muss?

    Es gibt sogar Einzelkinder, was in der heutigen Tierhaltung fast überall verboten ist. Über die richtige Sozialisierung von Kindern macht sich keiner Gedanken, wäre aber wichtig.

  • Art. 71 Bewegung

    Wieviel Bewegung braucht ein Kind?
    Es gibt keine Richtlinien wieviele Stunden ein Kind draussen sein muss und wie regelmässig. Man denke daran, dass unsere Kinder immer mehr Zeit vor dem Fernseher verbringen.
  • Art. 72 Unterkunft, Böden

    Bei unseren Hunden gibt es Vorschriften was alles in ein Zimmer gehört. Ich kenne Kinder, welche auf dem Boden schlafen müssen oder ihr Bett mit anderen Kindern teilen müssen. Da macht sich keiner Sorgen darum.

  • Art. 73 Umgang mit Hunden

    Für eine Hundehaltung muss ich ganz viele Dinge erfüllen. Wie sieht es bei Kindern aus?

    Kinder kann jeder auf die Welt setzen, ob nun geeignet oder nicht. Da fragt sich keiner danach, welche Spätfolgen das haben kann und wie sich das Kind entwickeln kann.

  • Kinder haben den höheren Stellenwert

    Kinder sind unsere Welt. Wir behandeln unser eigen Fleisch und Blut schlechter als ein Hund, nicht von den Menschen her, sondern von der Behördenseite her.

    Das sollte uns mal richtig zum Nachdenken bringen. Wo bleibt da der gesunde Menschenverstand?

     

Zum Nachdenken

Vergleich Gesetzgebung Kinder und Hunde

Ich gehöre zu den Menschen, welche ihre Tiere lieben und wo die Tiere zur Familie gehören. Gleichzeitig habe ich aber auch grössten Respekt vor Familien mit Kindern. Das Tierschutzgesetz ist ja super, aber mal ehrlich, hat schon mal einer gefragt, ob ein Kind genügend Auslauf hat? Ob ein Kind genug Solzialkontakt hat?

Aber Hunde können sich ja nicht wehren und müssen die Entscheidungen einfach hinnehmen. Kinder können sich je nach dem zur Wehr setzen und ihren Gefühlen und Ansicht Platz verschaffen.

Das ist eine ganz tragische Entwicklung unserer Gesellschaft und gerade Behörden sollten sich da mal richtig Gedanken machen, was sie eigentlich anstellen. Aber das passiert wenn der Verstand ausgeschalten wird und man nur noch nach Artikel geht. Eine ganz tragische Entwicklung.

 

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