Vor dem Gesetz sind nicht alle gleich

Gesetz ist
nicht Gesetz

Wenn über uns normale Hundehalter eine Meldung beim Veterinärdienst eingeht, haben wir umgehend den Veterinärdienst und die Polizei vor der Haustüre. Wenn aber über einen Vertragspartner vom Veterinärdienst innert kürzester Zeit mehrere Meldungen eintreffen, passiert nichts.

Veterinärdienst Bern schützt Vetragspartner

Vertragspartner vom Veterinärdienst Bern wird geschützt

Es ist unglaublich, aber wahr. Wenn du eine Hundepension hast und gleichzeitig noch Vertragspartner bist von einem Veterinärdienst, kannst du dir alles erlauben. Da kann man die Hunde stundenlang ohne Wasser lassen, in Einzelhaltung halten und der Auslauf spielt auch keine Rolle. Man kann auch knapp 12 Wochen alte Welpen durch die Gegend schmeissen, spielt auch keine Rolle. Wir wissen von einem Ferienhof im Berner Oberland, über den in letzter Zeit diverse Meldungen wegen Tierschutzverletzungen eingegangen sind. Bei uns Normalhundehalter, wäre am gleichen Tag jemand vorbeigekommen und hätte uns die Hunde schon längstens weggenommen. Aber als Vertragspartner kann man sich alles erlauben, da wird nicht einmal kontrolliert, sondern einfach so nebenbei mitgeteilt, dass man Meldungen erhalten hat und man doch ein wenig drauf achten solle.

 


Tierferienhof Rotachen Heimberg

Tierquälerei ohne Folgen

Die nachfolgenden Informationen stammen aus zuverlässiger Quelle und können mit Bild- und Videodaten belegt werden. Die Aufnahmen stammen aus einer öffentlich zugänglichen Webcam. Es geht mir nicht darum, eine Hundepension in den Ruin zu treiben, sondern zu zeigen, wie konsequent der Veterinärdienst Bern ist. Wir normalen Menschen werden schikaniert und bedroht und als schlechte Menschen öffentlich an den Pranger gestellt. Seine Vertragspartner können aber machen was sie wollen und da passiert nichts.

Vor dem Gesetz sollten alle gleich sein. Schliesslich geht es ja um das Wohl der Tiere und nicht um persönliche Erfolge und Bereicherung, aber das sieht der Veterinärdienst Bern wohl anders.


Kein Wasser über Stunden

Es wurde mehrmals beobachtet, dass die Hunde über einen grösseren Zeitraum keinen Zugang zu Trinkwasser hatten. Obwohl das Pflegerpersonal immer wieder an den Näpfen vorbeigelaufen ist, hat niemand die Näpfe mit frischem Wasser aufgefüllt.

Normalerweise gilt dies als Tierquälerei und wird mit einer Strafanzeige geahndet.

Hier passiert gar nichts. Es gab nicht einmal eine Kontrolle durch das Veterinäramt, im Gegenteil es wurde eine Insiderinformation weitergegeben.

 

Einzelhaltung

Oftmals werden die Hunde einzeln im Zwinger gehalten, obwohl das Tierschutzgesetz ganz klar vorgibt, dass die Hunde einen Sozialkontakt zu anderen Hunden haben müssen. Gerade wenn wir doch unseren Hund in eine Ferienpension geben, wollen wir doch dass der Hund mit anderen Hunden zusammen sein kann. So sieht dann leider die Realität aus.

 

Ungenügender Auslauf

Das Tierschutzgesetz wie auch der Veterinärdienst gibt bei uns normalen Menschen eine Ausführzeit von 6 Stunden pro Tag vor. Die Hunde in dieser Ferienpension werden in Zeitabständen für eine Zeit von ca. 20 bis 30 Minuten 3x täglich in den Auslauf gelassen. Die restliche Zeit verbringen die Hunde drinnen.

Verschmutzungen

Es konnte während längerer Zeit beobachtet werden, dass die Zwinger nicht sauber gehalten werden. Kot und Urin wird liegen gelassen und einfach ignoriert.

Mittlerweilen werden die Zwinger immer wieder mit einem Hochdruckreiniger gereinigt, wobei aber kein Veterinärdienstbeamte vor Ort war. Dies zeigt dass hier unseriös gearbeitet wird.

Bei uns Normalhundehalter wird verlangt, dass wir immer alles umgehend aufräumen was unsere Hunde hinterlassen. Vor allem wenn du mehrere Hunde hast, wirst du in diesem Bereich vom Veterinärdienst Bern massiv unter Druck gesetzt.

Kein Sozialkontakt zu Menschen

Die Hunde haben zwar die Pfleger um sich herum, welche sie jeweils in den Zwinger bringen und wieder in den Innenbereich, aber gestreichelt oder geknuddelt wird hier keiner. Es wird nicht einmal mit den Hunden gespielt. Wenn man über die Kamera das Geschehen einwenig beobachtet, könnte man schon innert einer Stunde mehrmals schreien. Keine Emotionen, kein Blickkontakt, nichts.

Das Tierschutzgesetz gibt ganz klare Richtlinien, dass Hunde täglich Kontakt zu Menschen benötigen.

 

Kein frisches Trinkwasser

Für jeden von uns ist klar, dass wir gerade in Zeiten wie im Sommer den Wassernapf regelmässig füllen und abends jeweils das Wasser ausleeren und morgens frisches Wasser geben.

Ist hier auch nicht der Fall. Das Wasser wird über Nacht stehen gelassen und erst gegen Mittag wenn nötig aufgefüllt. Die Näpfe werden weder gereinigt noch ausgespült.

Verletzung Geheimhaltungspflicht

Eigentlich ist es ja auch bei uns so, dass während einem laufenden Verfahren keine Auskünfte gegeben werden. Als Vertragspartner gibt es garantiert eine Klausel, welche dies festlegt. Stattdessen werden Informationen über Tieschutzmeldungen ungefiltert weitergegeben, obwohl diese anonym waren. Zudem werden auch andere Informationen, welche eigentlich nur die Polizei und der Veterinärdienst und der Betroffene weiss, einfach so weitergegeben. Schlussendlich wird dieser öffentlich bedroht.

Was soll man da noch sagen.

Schlechte Ernährung

Wenn man die Welpen in dieser Pension mit 12 Wochen betrachtet und Welpen mit 12 Wochen welche die gleiche Mutter haben, aber bei mir aufgewachsen sind, ist der Unterschied enorm.

Schlechtes Futter und vor allem viel zu wenig.

Billigwelpen

Mischlingswelpen werden als Billigwelpen angepriesen und dass sie wertlos sind, da sie Mischlinge sind.

Darüber bin ich einfach nur sprachlos und entsetzt.


  • Art. 70 Sozialkontakt

    1 Hunde müssen täglich ausreichend Kontakt mit Menschen und, soweit möglich, mit anderen Hunden haben.

    2 Werden Hunde für mehr als drei Monate in Boxen oder Zwingern gehalten, so müssen sie Sicht-, Hör- und Geruchkontakt zu einem anderen Hund in einem angrenzenden Gehege haben. Davon ausgenommen sind Hunde, die tagsüber während mindestens fünf Stunden ausserhalb des Geheges Kontakt mit Menschen oder mit anderen Hunden haben.1

    3 Für Nutzhunde sind die Kontakte mit Menschen und anderen Hunden dem Einsatzzweck anzupassen.

    4 Welpen dürfen frühestens im Alter von 56 Tagen von der Mutter oder der Amme getrennt werden.

    5 Mutter- oder Ammenhündinnen müssen sich von ihren Welpen zurückziehen können.

  • Art. 71 Bewegung

    1 Hunde müssen täglich im Freien und entsprechend ihrem Bedürfnis ausgeführt werden. Soweit möglich sollen sie sich dabei auch unangeleint bewegen können.

    2 Können sie nicht ausgeführt werden, so müssen sie täglich Auslauf haben. Der Aufenthalt im Zwinger oder an der Laufkette gilt nicht als Auslauf.

    3 Angebunden gehaltene Hunde müssen sich während des Tages mindestens fünf Stunden frei bewegen können. In der übrigen Zeit müssen sie sich in einem Bereich von mindestens 20 m2 an einer Laufkette bewegen können. Sie dürfen nicht mit einem Zughalsband angebunden werden.

  • Art. 72 Unterkunft, Böden

    1 Für Hunde, die im Freien gehalten werden, müssen eine Unterkunft und ein geeigneter Liegeplatz vorhanden sein. Ausgenommen sind Herdenschutzhunde, während sie eine Herde bewachen.

    2 Hunden muss geeignetes Liegematerial zur Verfügung stehen.

    3 Hunde dürfen nicht auf perforierten Böden gehalten werden.

    4 Bei Boxenhaltung und bei Zwingerhaltung müssen die Gehege den Anforderungen nach Anhang 1 Tabelle 10 entsprechen.1

    4bis Bei Boxenhaltung und bei Zwingerhaltung müssen für jeden Hund eine erhöhte Liegefläche und eine Rückzugsmöglichkeit vorhanden sein. In begründeten Fällen, namentlich bei kranken oder alten Tieren, kann auf die Rückzugsmöglichkeit verzichtet werden.2

    5 Nebeneinander liegende Zwinger oder Boxen müssen mit geeigneten Sichtblenden versehen sein.

  • Art. 73 Umgang mit Hunden

    Aufzucht und Erziehung der Hunde sowie der Umgang mit ihnen müssen die Sozialisierung gegenüber Artgenossen und Menschen sowie die Gewöhnung an die Umwelt gewährleisten. Für Nutzhunde ist die Sozialisierung dem Einsatzzweck anzupassen.

    2 Massnahmen zur Korrektur des Verhaltens von Hunden müssen der Situation angepasst erfolgen. Verboten sind:

    a.
    Strafschüsse;
    b.
    das Verwenden von:
    1.
    Zughalsbändern ohne Stopp,
    2.
    Stachelhalsbändern,
    3.
    anderen Führhilfen mit nach innen vorstehenden Elementen;
    c.
    übermässige Härte, wie das Schlagen mit harten Gegenständen.1

    3 Zum Ziehen dürfen nur geeignete Hunde verwendet werden. Ungeeignet sind insbesondere kranke, hochträchtige oder säugende Tiere. Die Hunde sind in geeignete Geschirre einzuspannen.

  • Art. 79 Überprüfung und Massnahmen

    1 Die zuständige kantonale Stelle überprüft nach Eingang einer Meldung den Sachverhalt. Dazu kann sie Sachverständige beiziehen.

    2 …1

    3 Ergibt die Überprüfung, dass ein Hund eine Verhaltensauffälligkeit, insbesondere ein übermässiges Aggressionsverhalten, zeigt, so ordnet die zuständige kantonale Stelle die erforderlichen Massnahmen an.

    4 Die zuständige kantonale Stelle erfasst die Meldungen und die angeordneten Massnahmen im Informationssystem für Vollzugsdaten des öffentlichen Veterinärdienstes (ASAN) nach der Verordnung vom 6. Juni 20142 über die Informationssysteme für den öffentlichen Veterinärdienst.3

  • Aufgaben des BLV

    1. Abschnitt: Aufgaben des BLV

    Art. 208 Aufsicht, Ausbildung und Information

    1 Das BLV sorgt für eine einheitliche Anwendung des TSchG und dieser Verordnung durch die Kantone.

    2 Es fördert durch seine Information den tiergerechten Umgang mit Tieren und berichtet über die Entwicklungen im Tierschutz.

    Art. 209 Amtsverordnungen und zentrales Informationssystem

    1 Das BLV kann Amtsverordnungen technischer Art erlassen.

    2 Es kann die zuständigen kantonalen Behörden verpflichten, die Bewilligungen und Ergebnisse der amtlichen Kontrollen in das Informationssystem für Vollzugsdaten des öffentlichen Veterinärdienstes (ASAN) nach der Verordnung vom 6. Juni 20141 über die Informationssysteme für den öffentlichen Veterinärdienst einzugeben.2

    3 und 4 …3

    5 …4

  • Das rechtliche Gehör

    Das rechtliche Gehör wird durch die Bundesverfassung garantiert (Art. 29 BV (öffnet in einem neuen Fenster)) und steht als Sammelbegriff für persönlichkeitsbezogene Mitwirkungsrechte der Verfahrensbeteiligten im Verwaltungsverfahren.

    Gemäss § 21 VRPG (öffnet in einem neuen Fenster) ist den Parteien vor Erlass einer Verfügung das rechtliche Gehör zu gewähren. Um den Parteien die Stellungnahme zu ermöglichen, muss ihnen der voraussichtliche Inhalt des Entscheids bekannt gegeben werden. Das rechtliche Gehör kann schriftlich oder mündlich gewährt werden. Der Anspruch auf rechtliches Gehör kommt den Parteien zu, also allen Personen, deren Rechte oder Pflichten die zu erlassende Entscheidung berühren soll, sowie allen anderen Personen, Organisationen oder Behörden, denen ein Rechtsmittel gegen den Entscheid zusteht.

Das Tierschutzgesetz

Einige Ausschnitte aus dem Tierschutzgesetz

Eigentlich müsste man ja meinen, dass das Gesetz für alle gilt, doch dies ist leider nicht so. Für normale Hundehalter gelten andere Richtlinien als für Behörden, obwohl es gesetzlich festgelegt ist.

 

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